zu Hause in... mit Gerald Zhang-Schmidt

Mehr sehen, mehr lernen, in dieser Welt #NachHauseKommen

Kategorie: Mikroabenteuer

On BergeSeen-Trail Above Gosauseen

Hallstatt, von oben her: Über den Dachstein

Hallstatt wird heutzutage meist schnell besucht, per Bus oder per Bahn und Schiff über den See. Ich wollte mich langsam an den Ort annähern, in eigenen Schritten bergauf und bergab entlang des BergeSeen-Trail, über den Hang des Dachsteins. Über Nacht.

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Blood Moon 2018

Mikroexploration: Die Längste Mondfinsternis, Nicht Fern

Wenn es schon eine Mondfinsternis, einen “Blutmond”, gibt (noch dazu eine der längsten des Jahrhunderts), geht man dann wenigstens hinaus, sie zu sehen?

Kann man mit so etwas einfachem ein (Mikro)Abenteuer, eine Chance auf eine Mikroexploration, haben, in einer Landschaft, die man mehr als nur gewöhnt ist?

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Alpen-Abenteuer(n): Am Traunstein über Nacht

Die kleinen Abenteuer sind manchmal am schwersten zu erreichen:

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Beim Winter-Lauf: 24 Stunden Burgenland Extrem Anders

Die 24 Stunden Burgenland Extrem sind, von ihrem Anfang, ein vergnügliches Extrem gewesen.

Gehen, laufen, kriechen – was immer man tun muss – um mitten im Winter um den Neusiedler See zu kommen, ist definitiv ein wenig verrückt.

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#GetAtHome #Mikroabenteuer: Freude der Zivilisation bei Rotholz in Tirol

Mein “Abenteuern” dieses Frühjahr ging weiter mit einem letzten Mal bei einem der Jungpflanzenmärkte der Arche Noah.

Einfach ein Job…

Dafür war ich schon in Wien und Wiener Neustadt (wenig aufregend), am Hauptsitz in Schiltern die Woche zuvor und nun eben in Rotholz in Tirol.

Meine arme Frau musste schon wieder ohne mich auskommen; ich ging den besten Kompromiss ein, den ich finden konnte:
Früher fahren und etwas “abenteuern”. Dann auf dem Pflanzenmarkt arbeiten, schauen was den Tirolern beim Thema Chilli und Paprika so am Herzen liegt, und gleich wieder nach Hause zurück.

… und ein Mikroabenteuer

“Abenteuern” sage ich?

Also, den Tag vor der Arbeit hinfahren (schon alleine, um rechtzeitig in der Früh dort zu sein).
Dann aufwärts in den Wald hinein wandern, in die Nacht hinein, vorbei an der Ruine der Rottenburg.

Und die Nacht (nicht ganz legal) im Biwak, in dem Wald, verbringen.

In #GetAtHome-Natur ist das nicht gerade etwas, worüber ein Reiseblogger viel zu schreiben hätte.

Kaum auch nur ein Outdoor-Abenteuer.

Und doch eine interessante und lehrreiche Erfahrung.

Schliesslich bekam ich etwas von einer Burgruine zu sehen, die ich sonst nicht besucht hätte.

Ruine der Rottenburg vom Weg

Ruine der Rottenburg vom Weg

Ruine Rottenburg

Wieso sollte irgendwer hier hin? Sind doch nur irgendwelche alten Mauern; nichts was es wert wäre, dafür dorthin zu fahren.

Andererseits… Es sind Ruinen einer Burg, die früher doch einmal der Stammsitz einer lokalen Herrscherfamilie war.
Lokal, in diesem Fall, zog sich immerhin durch das Inntal bis nach Südtirol, und die Fürstenfamilie selbst stammte aus Bayern.

Doch schon ein paar interessante Beziehungen, nicht?

Und dann war ich da auch noch auf einem kleinen österreichischen Stück des Jakobswegs unterwegs, der viel später, in Spanien, zum Camino de Santiago würde.

Tirols einzige Landesheilige, die Heilige Notburga, lebte noch dazu auf dieser Burg.

Zumindest solange, bis ihre Wohltätigkeit gegenüber Fremden den Burgherren, ihren Arbeitgebern, so sehr auf die Nerven ging, dass sie sie hinauswarfen…

Mit so ein wenig historischem Wissen und (gleich wieder) einem Sinn fürs Mikroabenteuer war der Weg gleich wieder interessanter. Und wieder einmal bergauf zu müssen war gutes Training für mich Flachlandtiroler.

In die Nacht

Über Rotholz, In die Nacht Hinein

Über Rotholz, In die Nacht Hinein

Alles eigentlich nur auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz.

Biwak über dem Inntal

Biwak über dem Inntal

Für mich hat die Biwakzeit wirklich begonnen. Und die Erfahrung, über den Lichtern der Zivilisation in seinen Schlafsack zu schlüpfen ist eine gute.

Dann wieder einmal eine Nacht, die man mit einem Blick auf den Grossen Bär zwischen den Bäumen beendet. Und ein Morgen mit Vogelgezwitscher und einem schönen Sonnenaufgang.

Rotholz (Inntal) am frühen Morgen

Rotholz (Inntal) am frühen Morgen

Nach Hause

Es war eine gute Nacht, eine interessante Arbeit – und die Erfahrung macht mich glücklich, wieder zu meiner Frau und meinem eigenen Bett, leichten Koch- und Schlafmöglichkeiten – Zivilisation – zurückzukommen.

Schon etwas wertvolles, das was wir so als Zivilisation zusammenfassen.

Umso mehr, wenn man die Erfahrungen macht, die zeigen, dass sie nicht alles ist.

Und gut.

#GetAtHome Arbeit: Einmal zu oft bei Arche Noah

Ein neues Jahr, ein neuer Jungpflanzenmarkt bei Arche Noah in Schiltern, auf dem ich als Chiliexperte arbeite.

(Und, nicht wundern, ein erster Blog-Eintrag, mit dem ich auch auf Deutsch schreibe und das hoffentlich fortsetzen werde…)

Ein #Mikroabenteuer, Eine Einsicht

Dieses Jahr, wo ich gerade erst (etwas unwillig) auf Freilandkurs in Marchegg gewesen war, wollte ich hier auch nicht unbedingt hin.

Langweilen tut es mich allerdings nicht, irgendwo regelmässig hin zu gehen.

Das finde ich vielmehr eine richtige #GetAtHome-Aktivität, etwas also, das ich gerne fördern will. Man macht sich damit nur enger vertraut mit dem Ort, kennt ihn im Wandel zwischen den Jahren und Jahreszeiten.

Dieses Jahr etwa konnte ich nicht früh genug hinaus, um die Ruine Kronsegg zu besuchen, aber ich war wieder auf meinem üblichen Wanderweg hinaus.

So ging es wieder einmal in die Nacht hinaus, im Strahl meiner Petzl Nao der ersten Generation (die inzwischen offenbar auch schon wieder 5 Jahre auf dem Buckel hat).

Past Kronsegg on my night hike to Schiltern

“Mög alle, die an mir vorüberschreiten, ein guter Stern durchs Leben leiten”

Wieder einmal war es eine kühle Nacht. Nicht gerade so wie vor ein paar Jahren, als die Leute im sonnenbeschienenen Stausee von Kronsegg badeten, weil es so angenehm warm war.

Wenigstens hatten wir auch nicht den Frost des letzten Jahres…

Eine Lektion in Lebenszeit

Das Problem mit diesem Jahr war bloss dies:

Schon wieder hier zu sein bedeutet, dass schon wieder ein Jahr um ist.

Und damit sind es jetzt schon wieder einige Jahre, seit ich hier über meine Arbeit an einem Buch über das Chilli in China gesprochen hatte.

Weitergegangen mit dieser Arbeit aber ist nichts.

Ich bin schon froh, dass ich letztens einmal das Dokument aufmachen musste, sonst hätte es wahrscheinlich ein “Zuletzt geöffnet am…” angezeigt, dass gleich ein paar Jahre zurückgelegen hätte.

Sicher, wahrscheinlich erinnere ich mich an solch Unerledigtes ebenso zu gut wie an böse Kommentare.

Es ist aber auch wirklich nichts weiter gegangen.

Der Besuch war ja trotzdem nett.

At the plant sale at Arche Noah, 2017

Jungpflanzenmarkt bei Arche Noah, 1. Mai 2017

Leute mit einem Interesse an alten Sorten und am Gärtnern zu sehen, ist immer wieder gut.

Wie üblich waren das auch wieder die ersten Nächte, die ich in meinem Biwak im Freien verbrachte.

In Bivy at Arche Noah

Also so. Nicht die übliche Perspektive eines Besuchers…

View from Bivy at Arche Noah

… aber der Ausblick war schon nett ;)

Und für den Weg zurück hatte ich die Wahl zwischen langer Strassenbahnfahrt quer durch Wien, die ich schon zu oft gemacht hatte oder einem Umweg in einem Zug, den ich noch nie gefahren war.

Der Blick, im Vorbeifahren wie er war, war die Entscheidung für letzteres wert:

Past Stift Göttweig on a Local Train

Vorbei an Stift Göttweig im Lokalzug

Und, ja, ob es mir nun passt oder nicht, Jammern wird nichts nützen.

Nur hinsetzen und weitermachen, etwas gut genug hinbekommen und in die Welt setzen, hat und bringt Chancen.

Dementsprechend geht es weiter mit meinem Motto für dieses Jahr:

“Nicht fürchten. Fertigmachen.”

Und ich wundere mich:

Wie geht denn ihr, meine Leser (die es auf dieser deutschen Version wohl noch gar nicht geben wird ;) ) mit den Höhen und Tiefen des Lebens – und der Pläne – um?
Wie bemerkt ihr (Bemerkt ihr?), wie die Zeit vergeht? Und das Leben gleich mit…?

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