Yuanxiaojie, das Laternenfest, markiert das Ende des chinesischen Neujahrsfests (Frühlingsfests).

Dieses Jahr hatte ich keine Chance, dort zu sein – aber zumindest eine vergnügliche Möglichkeit, zu spielen und zu lernen: die saisonalen Sets von Lego für 2021, das Jahr des Ochsen, beinhalteten nämlich auch ein Frühlingslaternenfest-Set.

Während das andere 2021er Set, die Geschichte von Nian, eine sehr typisch nordchinesische Szene zeigt, ist das Frühlingslaternenfest klar vom Süden des Landes inspiriert.

Das Set baut einen chinesischen Garten komplett mit Wasserlauf (mit Fischen!) und einer Brücke darüber, einem Bambushain, Mondtore in den Mauern rund um den Garten und einem, typisch auf Felsen erhöht gebautem, Pavilion.

Diese Szenerie alleine ist schon sehr nett; voller Elemente, wie man sie sehr gut auch in ihrer Umsetzung in Lego-Bausteinen erkennen kann. Der Pavilion ganz besonders ist einer, wie man sie zahlreich quer durch China finden kann.

Die Laternenfest-Dekorationen sind nicht einmal unbedingt das Wesentliche, aber natürlich machen sie dieses Set erst zu einer Szene jenes Festes:

Laternen, die zwischen Stangen gespannt sind; Laternen, die an Strassenbeleuchtung hängen.

Spruchbanner sind daran auch noch aufgehängt, die offenbar eine Laternenfest-Tradition sind – von der ich erst durch dieses Lego-Set erfahren habe. Auf der einen Seite haben sie (Trick-)Fragen, auf der anderen die Antworten.

Die Ochsenstatue (mit einem Leuchtstein, damit man sie beleuchten kann) und die Lego-Figurenlaterne (mit einem transparent-roten „Kopf“) sind nicht gerade die Tradition, aber schon süß.

Für etwas Extra-Spass  im Spiel sind der Garten-Teil und der Pavilion-Teil des Sets zwei separate Teile, die auf unterschiedliche Arten aneinandergefügt werden können. Das ändert das Aussehen des Sets natürlich etwas.

Für mich die grösste Änderung im (Aus)sehen ist im Mikroexplorations-Potential des Sets zu finden: Es ist nicht nur ein Spass, so etwas aufzubauen und zu betrachten, es ist besonders interessant, etwas genauer hinzusehen, was da eigentlich dargestellt wird – und zunächst einmal darüber nachzudenken, warum es überhaupt solche speziellen Sets für das chinesische „Neujahr“ gibt und wer diese wohl am meisten kauft.

In diesen Zeiten der pandemiebedingten Reisebeschränkungen war es natürlich ausserdem ein Vergnügen, sich mit China zumindest auf diese Art etwas näher und anders zu beschäftigen.