Dali, Yunnan: Bai-Königreich zwischen Bergen und See

Dali ist eine dieser Städte auf der Tee-Pferde-Strasse, die oft nur kurz besucht werden, irgendwie nett sind – aber selten genug erkundet werden.

Es ist eigentlich schade, betrachtet man die Geschichte dieser Stadt – aber ich muss hier selbst meine Beschämung anmerken, mache ich doch selbst nie genug solcher Mikroexploration davon.

Dali war nicht nur eine frühe wesentliche Touristen-Destination, als China einen Hippie-Trail hatte. Früher war sie der Sitz des Königreichs der ethnischen Minorität der Bai.

Die eindrucksvollen Drei Pagoden weisen auf ihre Vergangenheit als buddhistisches Königreich hin, und die Lage der Stadt und der Pagoden zwischen dem Erhai-See und den Cangshan-Bergen ist beeindruckend schön.

Vom Dali 100k Ultramarathon, der hier ausgetragen wurde, habe ich schon länger nichts mehr gehört, aber die Gegend sieht ideal für Trailläufe und Wanderungen aus.

Leider ohne viel Zeit – und ohnehin auf einer anderen Art von Erkundungstour (nach dem Chilli in Yunnan) – konnte ich das nicht ausprobieren. Ein Blick auf die Drei Pagoden war allerdings, in Anbetracht meines Interesses an den Tempeln in China), einfach nötig.

Die Suche nach lokalen Märkten führte auch zu anderen Eindrücken…

Eindrücke von der Altstadt von Dali

Manche davon waren schon etwas speziell; das Neon auf dem, eigentlich hübschen, Tor und Wachturm erinnert mich schon sehr an “Big Trouble in Little China”.

Die Altstadt ist überhaupt ähnlich hübsch, mit starker Orientierung an Tourismus.

Lokale Märkte, gleich um die Ecke von solchen Hauptstrassen, sehen gleich ganz anders aus…

Man darf aber auch nicht in die Falle tappen, zu glauben, alles müsse irgendwie “authentisch” nach missverstandener, traditionalistischer Art sein. Hübsch kann etwas auch auf moderne Art sein, wie etwa das Boutique-Hotel, in dem ich in Dali übernachtete:

Auch das ist das moderne China!

Leute und zufällige Einblicke haben dennoch ihr ganz spezielles Flair…

… und bieten einigen Anlass zu Verwunderung.

Ich habe aus Dali jedenfalls erinnerungswürdige Eindrücke mitgebracht. Vieles also auch zum sich-erinnern, mehr sehen, mehr lernen, sich zu Hause machen in dieser Welt.

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