Aerial View of "Strange Stones" at Shanwangping

Seltsame Steine in Shanwangping, wo Chongqing nicht gerade die “Grösste Stadt der Welt” ist

Chongqing – Stadt des Nebels, Stadt des Hot Pot, Berg-Stadt – ist noch immer nicht der grosse Touristenmagnet. Ihre Sehenswürdigkeiten hat sie aber – und in dieser Reihe kurzer Artikel möchte ich Eindrücke von Chongqing vorstellen.

Hier, Shanwangping ganz im Süden des Areals, mit seinen speziellen Bäumen und seltsamen Steinen im “Nationalen Karst Öko-Park”.

Chongqing wird ständig wieder als die grösste Stadt der Welt genannt; die speziellen Karst-Steinformationen Südwestchinas werden so beschrieben, als wären sie ganz woanders…

Eigentlich allerdings ist das Verwaltungsgebiet des modernen Chongqing wesentlich grösser als die wirkliche Stadt. Es umfasst viele Gegenden, die wenig bewohnt sind, weil sie ziemlich gebirgig sind.

Eine solche Gegend, nahe am “Goldener Buddha-Berg” Jinfoshan, ist Shanwangping.

In diesem “Berggottbezirk” findet man den Shanwangping Karst-Ökopark; den ersten seiner Art (wenn dieser Marketingsprech korrekt ist) in China.

Zwei Besonderheiten machen ihn bekannt:

Zum einen wächst eine Vielzahlt nicht gerade häufiger Bäume hier, darunter Metasequoia, Cryptomeria und – wieder – mehr und mehr Ginkgo.

Oft findet man Luftbildaufnahmen von dieser Gegend mit frühwinterlicher Landschaft, in der manche der Bäume, auf der einen Seite der Strasse, gelb-pinke Laubfärbung angenommen haben, während jene auf der anderen Seite grün geblieben sind.

Es gibt Hinweise darauf, dass dies auf die verschiedenen Arten oder Typen von Bäumen, die dort jeweils wachsen, zurückzuführen sei, aber das kann ich nicht bestätigen.

Es gibt auch eine andere Besonderheit, die “guai shi” – die seltsamen Steine. Diese Karst-Steinstrukturen sind es natürlich, wonach der Karst Ökopark benannt ist und weswegen er etabliert wurde.

Selbst wenn man den eigentlichen Park nicht besucht, kann man so einiges finden.

Ich war einfach nicht hineingekommen, weil ich die 60 (oder so) Yuan für die Eintrittskarte nicht in Cash gehabt hatte, noch WeChat Pay hatte einrichten können. Und ich fand es schlussendlich besser so.

Auf den Pfaden hinter dem “Ginkgo Inn”, wo wir den Aufenthalt verbrachten (wir gingen auf einer Art Firmenausflug, zur Entspannung nach einer Zeit harter Arbeit, dorthin), hinauf und um die bewaldeten Hänge, da waren die seltsamen, von Wind und Wasser geformten, Steine dort umso faszinierender.

Man spaziert einfach über Steinpfade zwischen diversen kleinen Bäumen. Plötzlich geht der Weg durch einen Stein, der von den Elementen gespalten und abgeschliffen wurde, hindurch.

Dahinter, ein kleiner Ginkgowald.

Ein weiterer Weg, und plötzlich steht da ein ganzer Wald solch seltsamer Steine inmitten der höheren Bäume.

Üppige Vegetation, hügeliges Terrain, nette Wege – und Steinsäulen und “Vorhänge”, die aussehen, als hätte jemand mal Hohlräume herausgeschabt, sie poliert, ihnen die seltsamsten Formen verpasst.

Endlich einmal in guter Luft konnte ich auch nicht widerstehen, einen frühen Morgen für einen kleinen Lauf zu nutzen.

Hinüber und hinunter – und den Weg wieder zurück, stetig bergauf – wand sich die Strasse um den Berg, auf dem wir waren. Waldgebiete gaben Weg für niedrige Vegetation, gaben den Blick auf die Berge rundum frei. Viele davon, auch etwas seltsam geformt. Teils sanft abfallend und stark mit Vegetation bedeckt, teils steilabfallend…

Astrophotographie zu versuchen machte allerdings klar genug, dass hier genug Stadtgebiete rundum liegen: Nicht so wenig Lichtverschmutzung wird bei dem Versuch sichtbar, in den Himmel strahlend und den Sternenhimmel verdeckend.

Würde man allerdings in dieser Gegend ausgesetzt werden, man würde nie glauben, dass man hier in einem Teil Chinas ist der zur “grössten Stadt der Welt” gehört.

Schreibe einen Kommentar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.