Ratschläge zum Fit Leben 5: Trinken und Essen in der Kälte

Einer der Vorteile beim Laufen im Winter, wenn man es (von Kleidung und Anstrengung her) richtig anstellt: Es ist ohnehin kalt, man kommt also nicht so stark ins Schwitzen.

Einen Grossteil des Jahres, zu den Zeiten, wo es einen schon eher ins Freie zieht, da ist Körperwärme ein Problem. Wenn es draussen warm oder gar heiss ist, dann kann man irgendwann nicht noch mehr Kleidung – oder Hitze – loswerden. (Wir werden uns bald genug damit beschäftigen.)

Nicht so im Winter.

Das Problem, in das man allerdings geraten kann: Wenn man nicht schwitzt, dann vergisst man leicht darauf, zu trinken. Nahrungszufuhr wird schon eher als Notwendigkeit klar sein – in Winterkälte will man ohnehin mehr essen – aber ist auch ein Thema.

Also dann, wie geht man damit richtig um?

Flüssigkeitszufuhr

Erster Punkt, Wasser.

Einfache Antwort: Man sollte einfach daran denken, etwas Wasser mitzubringen, wenn man für längere Zeit laufen geht. Unter einer Stunde Aktivität ist es weniger nötig, darüber aber sollte man sicherlich etwas mitbringen und einigermassen regelmässig trinken.

Normalerweise würde ich empfehlen zu lernen, auf sich selbst zu hören und zu trinken, wenn man durstig ist, nicht nach Zeitplan. In der Kälte allerdings kann es eine gute Idee sein, einigermassen regelmässig zu trinken.

Die Wahl der Flasche

Was man sich allerdings gut überlegen sollte: Welche Wasserflaschen wird man nutzen?

Softflasks sind angenehm, Wasserblasen auch… aber alles mit einem einfach zu nutzenden Ventil kann sehr leicht Wasser im Ventil haben, das in der Kälte friert und das Ventil blockiert – und das war es dann mit dem Wasser, ob man nun durstig geworden ist oder nicht.

Also, entweder man verwendet eine Flasche mit einem Verschluss, den man aufschrauben kann oder man nutzt etwas isoliertes und hält das Ventil nahe am Körper (und riskiert es, Wasser auf sich zu bekommen…)

Man kann auch überlegen, eine Thermosflasche zu nutzen und etwas heisses Wasser oder Tee mitzubringen. Das Gewicht wird dadurch erhöht; man muss mit der Temperatur aufpassen (um sich nicht zu verbrennen, wenn es noch heiss ist), aber es kann natürlich damit helfen, sich aufzuwärmen.

Nahrungsaufnahme

Wenn es zum Thema Essen kommt, dann ist das bei den meisten Läufen kein Thema; man braucht bei kurzen Läufen keine zusätzlichen Kalorien, dafür hat man genug “Speicher”.

Ist man allerdings lange genug draussen, gerade in der Kälte, dann sollte man schon etwas mitbringen… und gerät in die übliche Diskussion rund um zwei Möglichkeiten:

Der einfache und übliche Zugang ist der, auf Kohlehydrate zu setzen. Zucker. Man bringt also einfach etwas gezuckerten Tee mit oder, wenn man Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr nicht mischen will, ein paar getrocknete Datteln, Energieriegel oder ähnliches.

Für den Einsatz im Winter sollte man allerdings herausfinden, wie gut sich das, was man mitbringen will, noch essen lässt, wenn es gefroren ist…

Der andere Ansatz, der immer beliebter wird, ist jener, sich in einen fettverbrennenden Zustand zu bringen. Das Thema passt zum Winter wunderbar, denkt man daran, wie beliebt fettreiche Nahrung (man denke an Pemmikan) für die Ernährung in der Kälte ist…
Für Ratschläge dazu allerdings empfehle ich Ernährungsfachleute, die sich mit diesem Ansatz beschäftigen und mit einem arbeiten wollen; ich bin nicht qualifiziert, dazu Ratschläge zu geben und würde empfehlen, sich dafür nicht einfach nur nach Internet-Ratschlägen zu richten.

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