Für 2018 hatte es etwas länger gebraucht, mich für ein neues Motto zu entscheiden, aber ich fand die Übung nützlich genug – und jetzt war noch dazu gerade erst mein 40. Geburtstag, der es notwendig erscheinen lässt, etwas voran zu bringen.

Mein Motto für 2017 – Nicht fürchten, fertigmachen! – hat gut funktioniert – und gar nicht gut. Ich habe vielleicht weniger gefürchtet und mehr getan, fertig allerdings wurde, was ich wirklich gerne endlich fertig gemacht hätte, doch nicht.

Nicht alles aber kann man selbst und alleine fertig bekommen, und ich habe es immerhin zu mehr Erlebnissen, mehr Texten am Blog, mehr Videos geschafft – und die alle wurden also fertig gemacht und hier heraus gebracht.

Alles also auch nicht so schlecht.

Also dann, für 2018, für das chinesische Jahr des (Erde) Hundes, für Fortschritt im Leben:

Experimentiere.
Kreiere.
Verbessere.

Experimentiere

Experimentation ist unter einer bestimmten Fangemeinde, nicht zuletzt von Tim Ferriss, mehr als beliebt. Ich würde gerne sagen, ich meine es nicht auf diese Art, aber zum Teil ist das wohl schon (auch) die Idee.

Also, “Experimentiere” ist durchaus so gemeint, mehr auszuprobieren, Chancen zu ergreifen und zu sehen, was dabei herauskommt.
Es ist allerdings auch gemeint als Datensammlung, um zumindest einigermassen harte Zahlen dazu zu bekommen, was dabei geschehen ist.

Etwas anders als die Lifestyle-Design-Fangemeinde meine ich das Experimentiere aber auch auf eine weniger selbstbezogene Art.
Natürlich möchte ich auch mit Ausdauer- und Krafttraining weitermachen, neue Dinge ausprobieren und dokumentieren, was dabei herauskommt.
Das “Experimentiere” kam allerdings von Überlegungen nicht zum Training, sondern zum Pflanzenbau, für Essen, auf verschiedene Art und ausprobierend, was dabei geschieht, zum Ausprobieren von mehr Rezepten und zum Herausfinden, wie viel von unserem Essen ich in welcher Vielfalt selbst anbauen könnte.

Kreiere

“Kreiere” setzt das “Mach es fertig” letzten Jahres fort, allerdings mit mehr Verständnis dafür, dass viele Dinge keine grossen Projekte sind, die es fertig zu machen gilt, sondern vielmehr kleine Dinge die, eben, gemacht, geschaffen, gehören.

Blogeinträge, Videos, endlich das eine oder andere Buch, an dem ich schon so lange arbeite – und alles davon gemeinsam.

“Kreiere” ist auch ein Teil dieses 2018 Mottos geworden, weil ich mich typischerweise weniger als Kreativen gesehen habe, denn als Researcher und Analyst… aber die Dinge an denen ich, auch in diesem Kontext, arbeiten möchte, die sind kreative Arbeiten, und es müssen aus solcher Arbeit (als freier Wissenschafter) Resultate erwachsen oder es ist keine Arbeit.

Verbessere

Jeder scheint Selbstoptimierung betreiben zu wollen, Wachstum, Bewegung… und es wird oft übertrieben als Wahn – oder gar nicht betrieben.

Auch hier wieder meine ich das nicht ganz so.

Es gibt Dinge, wo ich besser werden möchte. Nicht zuletzt im Kreieren und Experimentieren, definitiv darin, beides nicht so schleissig zu machen und nichts dabei heraus zu bekommen. Ich will beides verbinden, so dass das Experimentieren auch etwas schafft und von Anfang an auf Kreation, auf Resultate, abzielt.

“Verbessere” ist allerdings auch als Rückkehr zu meiner Arbeit an der “Ökologie des guten Lebens” und ähnlicher Projekte gedacht, welche mich schon mein Leben lang begleiten und dazu gedacht sind, das Leben besser zu machen – interessanter, glücklicher, aber auch ökologisch passender, im Sinne von Nachhaltigkeit und im Sinne der Balance in unseren Leben, zwischen dem, was wir tun müssen und jenem, was uns wirklich gut tut.

In anderen Worten soll es bei all dem Experimentieren und Kreieren nicht nur darum gehen, die Dinge für mich besser zu machen sondern auch einen weiteren Einfluss zu haben, der die Dinge besser macht.

Einfluss auf Dein Leben, mein lieber Leser, meine liebe Leserin, etwa.