Beim Winter-Laufen eine der üblichen kleinen Sorgen: Ist das nicht ungesund, wenn man ständig diese kalte Luft einatmet?

Wo ich lebe, da ist es praktisch ständig windig und ungeschützt, also kommt dieser Gedanke leicht in den Sinn. Man lernt auch schnell, sich passend anzuziehen – aber was ist mit unbedeckter Haut und der kalten Luft, die man einatmet?

Atmen (in) der Kälte

Wie so oft steckt etwas Wahrheit in der Sorge um kalte Atemluft. Und es ist doch eine Ausrede.

Es gäbe wohl einen Punkt, wo es zu kalt werden könnte – aber wer nicht gerade in Sibirien oder ähnlichen Orten lebt, der wird eher nicht dahin kommen.
(Und wenn, dann wird das Laufengehen wohl die geringere Sorge sein.)

In normaler Kälte, da wird eingeatmete Luft bei ihrem Durchgang durch die Nasenhöhle aufgewärmt und angefeuchtet. Und das reicht dann schon, um Gesundheitsprobleme zu verhindern.

Dies wären auch die zwei Faktoren, die es zu beachten gilt: Wärme und Feuchtigkeit der Atemluft.

Kalte Winterluft ist – Überraschung – kalt… und damit (meist) auch trocken.

Um mit den Konditionen in Zeiten, wo man laufen geht, es aber nicht so wahnsinnig angenehm ist, zurecht zu kommen, gibt es zwei einfache Tipps:

  • Erstens spielt das Anstrengungsniveau wieder eine Rolle.In eine Situation, wo man sich so ausser Atem fühlt, dass man durch den Mund einatmen möchte, will man nicht kommen.
    Dann nämlich würde das Vorwärmen und Anfeuchten in der Nase fehlen und die Atmung durch den Mund wahrscheinlich zu einem rauen Hals führen.Also, noch ein Grund, warum man langsam und gerne lang laufen sollte…
  • Wenn die Temperaturen etwas weiter sinken (oder es mehr Wind gibt), dann sollte man eventuell ein Buff oder ähnliches Tuch vor Mund und Nase nehmen. Im Extremfall, eine Balaklava (Gesichtsmaske), wenn man hinaus will, obwohl es wirklich kalt ist.Auf diese Art ist man geschützter und die Luft, die man einatmet, wird noch etwas weiter aufgewärmt und angefeuchtet.

Und weiter geht es.

Haut am Frieren

Ungeschützte Haut ist, bei Temperaturen, die nicht ernsthaft gefähren, meist kein sonderliches Problem.

Der Kopf muss geschützt sein, gerne inklusive der Ohren; Handschuhe nimmt man besser; gutes Gewand (gut auch in der Balance zwischen Wärme/Schutz und Schweiss) braucht es ohnehin, vielleicht nimmt man eben ein Buff oder ähnliches um den Hals…

Das sollte alles klar sein und wenig Problem.

Was man eventuell aber vergisst:

  • Sonnenbrille.Besonders, wenn es kalt und windig ist, aber auch, wenn eine Schneedecke UV-Licht reflektiert, das auch durch eine Wolkenschicht dringen kann, dann gehören die Augen geschützt.Es sieht vielleicht nicht so aus, als wäre ein Sonnenschutz nötig, aber die Augen sind trotzdem besser zu schützen.
  • Lippenbalsam.Die Lippen sind der eine Teil der Körpers, der wahrscheinlich exponiert bleibt und leicht von Kälte ‘angegriffen’ wird, auch wenn man sich ansonsten gut angezogen hat und kaum Probleme bekommen wird; die Haut da ist einfach empfindlicher und reisst leicht.Spröde Lippen.… nicht angenehm.

Ansonsten, einfach hinaus. Und es geniessen. Sie hat schliesslich auch ihre Schönheit, die knackige kalte Luft.