Das Warum des Winter-Laufens ist klar geworden? Oder erfolgreich im Gedanken an das Wie vermieden?
Das Gewand und die von ihm geschaffene Balance zwischen eigener Wärmeproduktion durch die Anstrengung und Kälte von aussen passt?

Gut, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter, haben den Schritt hinaus gemacht.

Es gibt aber noch ein anderes praktisches “Wie” des Winterlaufens, das man bedenken sollte. Das “Wie” in Bezug auf die Intensität.

Beim Winterlaufen wird man oft ohnehin zurückgehalten. In Kälte und Wind, durch Schnee und über Eis, da ist hoffentlich von selbst klar, dass dies etwas anderes ist als ein Lauf in bequemen Bedingungen.

Es ist trotzdem wert, das zu betonen:

Winterläufe sind nicht die Zeit und der Ort für intensive Intervalle.

Natürlich gibt es Ausnahmen, wie immer.

Im Allgemeinen aber ist es besser, mit möglichst geringer Anstrengung unterwegs zu sein.
Man muss sich in der Kälte genug bewegen, damit das Gleichgewicht zwischen selbst produzierter und vom Gewand am Körper gehaltener Wärme und den Bedingungen rundum passt (wie im letzten Eintrag zu dem Thema diskutiert).

Man will sich aber sicher nicht überanstrengen, während man in der Kälte noch kilometerweit weiter muss, ins Schwitzen kommt und dann unterkühlt.

Jetzt ist es also Zeit, sich zurückzuhalten, an der Grundlagenausdauer zu arbeiten.

Das alleine kann schon schwierig genug sein, wenn die Kälte einem extra Anstrengung alleine zum Warmbleiben abverlangt, geschweige denn, wenn man durch Schnee stapfen muss und dafür extra Energie braucht.

Die Zeit für schnelligkeits-aufbauende Intervalle wird bald genug wieder kommen, wenn die Temperaturen ansteigen und alles wieder leichter fällt.

Bis dahin aber ist es noch einige Zeit, um möglichst entspannte Bewegung in der Kälte, ohne viel ins Schwitzen zu kommen, zu geniessen.