Die Winterkälte ist eine seltsame Sache.
Natürlich ist sie unangenehm und nicht ganz einfach.

Sie ist aber auch belebend; sie zeigt ganz schön unser Bedürfnis nach einer Balance, die nicht statisch ist, sondern starke Impulse vermittelt, zwischen herausfordernde Kälte und angenehmer Wärme.

Winter ist aber auch die Zeit, wo viele Leute wieder zurück zum Sport kommen wollen, zurück nach Draußen – wenn es wieder warm und sonnig ist.
Während andere ohnehin Skifahren gehen. Und viele mit der Einschreibung in ein Fitnesscenter in eine gesünde Routine finden wollen – oder schon wieder wollten…

Mein Ratschlag: Hinaus mit euch.

Das erste, was man dazu bedenken muss, wenn man erst noch darüber nachdenkt, ist die Motivation. Oder vielleicht nicht.

Nimm Dir ein Beispiel

Es liesse sich auch einfach darauf vertrauen, dass es Leute gibt, die für Spaziergänge hinaus gehen. Zum Laufen. Um ihren Spass zu haben, auch wenn es kalt ist und nieselt. Oder Eis hat. Oder plötzlich Wärme. Okay, in Sturm geht man vielleicht besser nicht hinaus, aber auch in etwas starkem Wind kann man seinen Spass haben.

Und natürlich im Schnee. Schnee ist eigentlich eine der schönsten Bedingungen zum Laufen gehen.

Wenn diese Leute – wie ich – im Winter ihren Spass haben können, dann könntest wohl auch du das. Ja, du.

Die 24 Stunden Burgenland kommen in Kürze wieder, Ende Januar – und damit machen sich dann 3500 Leute auf den Weg, teils oder komplett, um den Neusiedler See, so weit, wie sie kommen wollen oder können, wie auch immer die Bedingungen sein werden.

Etwas bringt uns dazu, uns zu bewegen. Auch in der Kälte.

Es gibt zwei Wege, das auch selbst anzugehen. (Wie so oft.)

Möglichkeit 1: Dein Warum

Beginn mit dem Warum! ist ein beliebter Ratschlag geworden; der persönliche Grund soll die persönliche Motivation ausmachen, das was einen bewegt und antreibt.

Es kann funktionieren.

Wenn man etwas hat, was einen wirklich antreibt, das einen grossen Teil dessen ausmacht, wer man ist, dann kann das Warum wirklich mächtig sein.

Rich Roll, in seinem “Finding Ultra” hat ein wunderbares Beispiel dafür gegeben. Seine Familie motivierte ihn dazu, gesund zu werden, sich für seine Fitness einzusetzen… wenn auch auf eine Art, die einen manchmal wundern lässt, ob das noch gesund ist.

Beweggrund und Identität können wirklich stark sein – stärker als das unangenehme Winterwetter auf jeden Fall.

Möglichkeit 2: Vergiss alles ausser das Wie

So mächtig es sein kann, was wir uns über uns selbst sagen – es kann auch ganz schön schiefgehen.

Wir erlauben uns nur zu gerne alles mögliche, beschliessen, dass wir die gute Person sind, für die wir uns halten, die Person, die fit und gesund sein will – und doch wohl die Ruhe und das Sich-gehen-lassen verdient hat.

(Und nur zu viele scheinen nur zu schnell in das umgekehrte Extrem eines Fitnesswahns zu verfallen und es dahin zu übertreiben, auf die Notwendigkeit von Erholung zu vergessen – und ihre Fitness und Gesundheit leidet darunter. Das wird ein Thema werden müssen – aber später.)

Wenn man sich so in einer Situation befindet, in der die Frage nach dem Warum nur zu einem “Warum zum Teufel sollte ich ausgerechnet jetzt hinaus, warum etwas unbequemes tun, wenn ich davon den ganzen Tag schon genug hatte?” dann kann es wesentlich besser sein, auf das Warum zu vergessen.

Oft funktioniert es dann besser, sich auf das Wie zu konzentrieren.

Kein Warum soll ich, warum würde ich jemals, wie würde jemals jemand… Nein, einfach nur das “Wie” des pragmatischen “Was nehme ich und bin weg, passend für die Bedingungen und die Zeit, wie lange ich unterwegs sein will?

Ohne Frage, ob die Bedingungen nicht doch ein wenig zu unangenehm sein könnten, wie lange es denn nun ideal wäre, zu trainieren. Sicher kein Warum.

Nur Dinge wie das passende Gewand. Worüber wir als nächstes reden wollen