Hochkönigman Speed Trail on Movescount

Großes Erlebnis in einem kurzen Lauf: Der Hochkönigman Speed Trail

Wenn einen Österreichs wohl bekanntester Trailläufer und Traillauf-Organisator ruft, dann kommt man.

Letztes Jahr war ich ja schon beim Hochkönigman Trail Running Festival gewesen, um am Marathon Trail teilzunehmen, und ich fand mich plötzlich in der Rolle des Dolmetsch für die Race Briefings (um sie auch auf Englisch zu haben) wieder.

Dieses Jahr wollte ich eigentlich nicht kommen, aber als Thomas Bosnjak fragte, ob ich nicht wieder helfen wollte, da musste ich ja wohl.

Als Teil des ganzen Deals hatte ich ein Hotelzimmer für die eine Nacht, die ich sicherlich dort verbringen würde. (Kurz wie diese war, zwischen dem Briefing für den Endurance Trail um 23 Uhr, dessen Start um Mitternacht und den Briefings für Marathon Trail und Speed Trail um 7 bzw. 9 Uhr morgens).

Hochkönigman Endurance Trail Start
… so waren die Endurance Trail-Teilnehmer auf dem Weg

Ja, und ich bekam einen Startplatz für den Speed Trail.

Ein kleiner Test

Normalerweise würde ich für ein solch kurzes Rennen – kaum länger als ein langer Trainingslauf von mir – nicht gerade verreisen wollen. Noch dazu, wo dieses Rennen gerade einmal zwei Wochen vor dem Stelvio Marathon kommt.

Wir sagten halt, ich solle es als Test und Vorbereitung zählen. Und ich bin froh über diese Entscheidung.

Als Test für den Stelvio-Marathon war das jetzt eher eine Warnung.

Der (zweite wesentliche) Anstieg hat mir schnell den Rest gegeben; ich musste etwas öfter stehenbleiben, versuchen abzukühlen und meine Beinmuskulatur zu entspannen.

Als ob sie das noch gewollt hätte…

Ganz klar bestätigt sich, dass ich entschieden zu wenig Bergläufe in meinem Training gehabt habe. Na ja, nicht weiter überraschend, wenn man nun einmal keine Berge in der Nähe hat. Grossteils, nicht einmal Hügel.

Schnell, aber viel Erlebnis

Als ein Rennen, und insbesondere als ein Rennen genau der Art, wie ich es normalerweise vermeiden würde, was das aber mal wieder eine faszinierende Lektion.

Es waren gerade einmal um die 23 km.
Gerade mal um die 1500 Höhenmeter im Anstieg.

Hochkönigman Speed Trail on Movescount
Wer sich die Daten auf meiner Suunto Movescount-Seite selbst ansehen will, hier bitte!

In diesem Rennen waren aber schon genug anstrengende Anstiege und angenehme Bergab-Passagen, und so viele wunderbare Ausblicke über die Region um den Hochkönig, es fühlte sich wesentlich länger an.

Hier kann man sich selbst einen Eindruck verschaffen:

 

Es brauchte alles gerade einmal ein paar Stunden. (Ein wenig unter 3:30, in meinem Fall.)

Es hätte auch noch genug Action daneben gegeben. Die Endurance Trail Läufer waren mit einer Feuershow in die Nacht gestartet, und es würde sich noch wesentlich mehr tun.

Siegerehrung, Post-Race-Party mit Live-Musik… Nicht schlecht für diejenigen, die noch etwas mehr erleben wollen.

Ich? Meine Frau will mich sofort zurück haben, und es gibt einiges an Arbeit, bevor mich das nächste Wochenende dann die Outdoor-Möglichkeiten in Liechtenstein erkunden sehen wird.

Und die Resultate?

Schon verwunderlich.

Ich fühlte mich nicht schnell, eher schwach.

Meine Zeit brachte mich allerdings wenigstens auf Platz 70 in meiner Altersklasse, und in der nächsthöheren Altersklasse, in der ich nur zu bald sein werde, hätte diese Zeit Platz 35 gebracht.

Bei fast 300 Teilnehmern, motivierend besser als es sich anfühlte.

Jetzt bin ich schon etwas ver(muskel)katert, aber ich freue mich schon immens auf das Wochenende in Liechtenstein.

Dementsprechend: Stay tuned!

Und was sagen Sie?