#GetAtHome Arbeit: Einmal zu oft bei Arche Noah

Ein neues Jahr, ein neuer Jungpflanzenmarkt bei Arche Noah in Schiltern, auf dem ich als Chiliexperte arbeite.

(Und, nicht wundern, ein erster Blog-Eintrag, mit dem ich auch auf Deutsch schreibe und das hoffentlich fortsetzen werde…)

Ein #Mikroabenteuer, Eine Einsicht

Dieses Jahr, wo ich gerade erst (etwas unwillig) auf Freilandkurs in Marchegg gewesen war, wollte ich hier auch nicht unbedingt hin.

Langweilen tut es mich allerdings nicht, irgendwo regelmässig hin zu gehen.

Das finde ich vielmehr eine richtige #GetAtHome-Aktivität, etwas also, das ich gerne fördern will. Man macht sich damit nur enger vertraut mit dem Ort, kennt ihn im Wandel zwischen den Jahren und Jahreszeiten.

Dieses Jahr etwa konnte ich nicht früh genug hinaus, um die Ruine Kronsegg zu besuchen, aber ich war wieder auf meinem üblichen Wanderweg hinaus.

So ging es wieder einmal in die Nacht hinaus, im Strahl meiner Petzl Nao der ersten Generation (die inzwischen offenbar auch schon wieder 5 Jahre auf dem Buckel hat).

Past Kronsegg on my night hike to Schiltern
“Mög alle, die an mir vorüberschreiten, ein guter Stern durchs Leben leiten”

Wieder einmal war es eine kühle Nacht. Nicht gerade so wie vor ein paar Jahren, als die Leute im sonnenbeschienenen Stausee von Kronsegg badeten, weil es so angenehm warm war.

Wenigstens hatten wir auch nicht den Frost des letzten Jahres…

Eine Lektion in Lebenszeit

Das Problem mit diesem Jahr war bloss dies:

Schon wieder hier zu sein bedeutet, dass schon wieder ein Jahr um ist.

Und damit sind es jetzt schon wieder einige Jahre, seit ich hier über meine Arbeit an einem Buch über das Chilli in China gesprochen hatte.

Weitergegangen mit dieser Arbeit aber ist nichts.

Ich bin schon froh, dass ich letztens einmal das Dokument aufmachen musste, sonst hätte es wahrscheinlich ein “Zuletzt geöffnet am…” angezeigt, dass gleich ein paar Jahre zurückgelegen hätte.

Sicher, wahrscheinlich erinnere ich mich an solch Unerledigtes ebenso zu gut wie an böse Kommentare.

Es ist aber auch wirklich nichts weiter gegangen.

Der Besuch war ja trotzdem nett.

At the plant sale at Arche Noah, 2017
Jungpflanzenmarkt bei Arche Noah, 1. Mai 2017

Leute mit einem Interesse an alten Sorten und am Gärtnern zu sehen, ist immer wieder gut.

Wie üblich waren das auch wieder die ersten Nächte, die ich in meinem Biwak im Freien verbrachte.

In Bivy at Arche Noah
Also so. Nicht die übliche Perspektive eines Besuchers…
View from Bivy at Arche Noah
… aber der Ausblick war schon nett ;)

Und für den Weg zurück hatte ich die Wahl zwischen langer Strassenbahnfahrt quer durch Wien, die ich schon zu oft gemacht hatte oder einem Umweg in einem Zug, den ich noch nie gefahren war.

Der Blick, im Vorbeifahren wie er war, war die Entscheidung für letzteres wert:

Past Stift Göttweig on a Local Train
Vorbei an Stift Göttweig im Lokalzug

Und, ja, ob es mir nun passt oder nicht, Jammern wird nichts nützen.

Nur hinsetzen und weitermachen, etwas gut genug hinbekommen und in die Welt setzen, hat und bringt Chancen.

Dementsprechend geht es weiter mit meinem Motto für dieses Jahr:

“Nicht fürchten. Fertigmachen.”

Und ich wundere mich:

Wie geht denn ihr, meine Leser (die es auf dieser deutschen Version wohl noch gar nicht geben wird ;) ) mit den Höhen und Tiefen des Lebens – und der Pläne – um?
Wie bemerkt ihr (Bemerkt ihr?), wie die Zeit vergeht? Und das Leben gleich mit…?

Und was sagen Sie?